Großer Andrang beim Internationalen Museumstag 2026
Der Internationale Museumstag am Sonntag, 17. Mai 2026, war für die Museen der Stadt Bamberg ein voller Erfolg. Allein das Historisches Museum verzeichnete mehr als 2.100 Besucherinnen und Besucher. Besonders erfreulich war die Breite des Publikums: Neben zahlreichen Touristinnen und Touristen nutzten auch viele Interessierte aus Bamberg und dem Landkreis die Gelegenheit, das umfangreiche Programm zu erleben. Auffallend hoch war zudem der Anteil an Familien mit Kindern sowie jungen Menschen.
Wie auch schon in den vergangenen Jahren wurde der Museumstag vom Freundeskreis der Museen um den Bamberger Dom organisiert. Dombergkoordinatorin Christiane Wendenburg zeigt sich hocherfreut über die starke Resonanz: „Alle beteiligten Häuser boten freien Eintritt sowie ein vielfältiges Programm an. So öffneten das Diözesanmuseum Bamberg, das Historisches Museum Bamberg, die Staatsbibliothek Bamberg sowie die Neue Residenz Bamberg ihre Türen und luden zum Entdecken ein. Viele Besucherinnen und Besucher entdeckten den Museumstag spontan, andere kamen mit Programmflyer und hatten ihre Teilnahme an den Führungen gezielt geplant, um möglichst viel vom Tag mitzunehmen.“
Die Führungen im Historischen Museum stießen auf außergewöhnlich großes Interesse. Aufgrund des starken Andrangs mussten kurzfristig zusätzliche Termine angeboten werden. Besonders die neue Ausstellung „Mauern der Macht. Die Alte Hofhaltung Bamberg“ zog zahlreiche Gäste an. Beide Führungen waren voll ausgelastet, ebenso die Führung durch die Gemäldegalerie, bei der sich viele Besucherinnen und Besucher dicht zusammendrängten, um den Erläuterungen zu folgen.
Großen Zuspruch erhielten auch die Mitmachstationen in den Ausstellungen „Mauern der Macht“ und „Bilderspaziergang“. Ob beim Fotografieren in historischer Verkleidung oder beim spielerischen Selbstporträt im Porträtraum – die interaktiven Angebote wurden von Besucherinnen und Besuchern aller Altersgruppen begeistert genutzt. Ein besonderes Highlight war zudem das Pen&Paper-Angebot im Historischen Museum. Besucherinnen und Besucher konnten dieses kreative Hobby direkt vor Ort ausprobieren und selbst Teil spannender Abenteuer innerhalb der Mauern der Alten Hofhaltung werden.
Die Kinderworkshops waren durchgehend stark besucht. Die Nachfrage war so groß, dass am Ende sämtliche Materialien aufgebraucht waren. Eleonora Cagol, Kuratorin für Kulturelle Bildung bei den Museen der Stadt Bamberg, zeigt sich begeistert: „Ich glaube, es war der bestbesuchte Museumstag der letzten Jahre. Bereits vor der Öffnung warteten Menschen vor den Türen des Museums. Den ganzen Tag über riss der Besucherstrom nicht ab. Bei den Kinderworkshops entstanden mehr als 300 Buttons, und auch das Malen mit Naturmaterialien kam hervorragend an. Besonders schön war zu sehen, wie groß das Interesse bei allen Besucherinnen und Besuchern war – egal ob Touristinnen und Touristen, langjährige Museumsbesucher oder Kinder, die das Museum bereits mit der Schule oder bei Kindergeburtstagen kennengelernt haben.“
Die außerordentlich positive Resonanz auf den Museumstag unterstreicht die hohe Bedeutung von Museen, Kunst und Kultur für die Stadtgesellschaft und ihre Gäste. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Rahmenbedingungen, dass kulturelle Angebote weiterhin besonderer Unterstützung bedürfen. Aufgrund der angespannten finanziellen Situation mussten die Museen der Stadt Bamberg einzelne Angebote neu priorisieren. So konnte der kostenfreie Museumssonntag am ersten Sonntag des Monats nicht fortgeführt werden, auch einige Vermittlungsformate und Ausstellungsprojekte mussten zunächst zurückgestellt werden.
Die Museen der Stadt Bamberg ziehen dennoch eine sehr positive Bilanz des Museumstags. Besonders die Verbindung aus kultureller Bildung, Mitmachaktionen und familienfreundlichen Angeboten habe dazu beigetragen, dass der Internationale Museumstag 2026 zu einem lebendigen und generationsübergreifenden Erlebnis wurde.