Stadtgalerie Bamberg - Villa Dessauer

Jüdisches in Bamberg

bis 6. November 2016

Mit einem modernen Ansatz zeigt „Jüdisches in Bamberg" Spuren auf, die seit dem Mittelalter die in Bamberg lebenden Juden hinterlassen haben. Sie geht der Frage nach, was früher zum jüdischen Leben in Bamberg gehörte und wie es heute aussieht. Viele historische Zeugnisse sind durch wiederholte Vertreibung und die nationalsozialistische Judenverfolgung zerstört worden. Für die Ausstellung wurden historische Quellen und Objekte sowie private Erinnerungsstücke zusammengetragen, die oftmals fragmentarisch erhalten sind. Über den historischen Ausstellungsteil hinausgehend ist die Gegenwart und die jüngste Geschichte jüdischen Lebens in Bamberg seit der Nachkriegszeit dargestellt.

Die viel beachtete und erfolgreiche Ausstellung in der Villa Dessauer 2013/14 ist 2015 als Dauerausstellung in das Historische Museum Bamberg eingezogen. Dies ist nicht nur deshalb sehr bedeutsam, weil so ein wichtiger Teil der Bamberger Stadtgeschichte dauerhaft einem breiten Publikum nahe gebracht werden kann. Die Ausstellung ist vielmehr von Beginn an als nachhaltige Präsentation konzipiert, mit dem Ziel, die bereits bestehenden Teile der Stadtgeschichte Bambergs, die im Historischen Museum Bamberg mit den Dauerausstellungen zur Bürgerkultur und der „Lebensader Regnitz" kaleidoskopartig um einen weiteren wichtigen Aspekt zu erweitern.

Insgesamt eine vielschichtige Präsentation ohne bleierne Schwere, die sich auch mit einem breiten museumspädagogischen Programm an den Lehrplänen der einzelnen Schulformen orientiert und unterrichtsbegleitend sehr gut in die verschiedenen Schulfächer integrieren lässt, die allgemein eines der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte behandeln.

 

MUSEEN  DER  STADT  BAMBERG │ Historisches  Museum  Bamberg
Alte Hofhaltung │ Domplatz 7 │ 96049 Bamberg │ Di–So u. feiertags  9–17 Uhr
Tel. +49 (0)951.51 90 746 (Kasse) │ +49 (0)951.87 1142 (Verwaltung)
museum@stadt.bamberg.dewww.museum.bamberg.de
 

  • Die Postkarte zeigt die Synagoge als Sehenswürdigkeit gleichberechtigt zwischen der Oberpostdirektion und dem Landgericht, nach 1910. (Stadtarchiv Bamberg D 2088 + 9506)
  • Der Synagogenplatz in Bamberg, 1947. Die Fläche der 1938 zerstörten Synagoge mit Trümmern und Notunterkünften, Otto Rogler, Öl/Pappe
  • Porträt von Betty Goldschmidt, Tochter einer Kaufmannsfamilie. Es überdauerte auf dem Dachboden einer Hausangestellten, während ein Gegenstück unter dem Klima in der Emigration in Südamerika litt und verloren ging. Seit 2001 als Dauerleihgabe bei den Museen der Stadt Bamberg. (Historisches Museum Bamberg, Inv. Nr. 1133; Fr. Bruner, Öl/Leinwand, 123 x 83 cm, 1885)
  • Siegelstock der Vertretung der Juden im Hochstift Bamberg mit deutscher und hebräischer Inschrift „Judendepudirte zu Bamberg/Die Vorsteher von Bamberg und Umgebung“, nach 1800, © Historischer Verein Bamberg [HVB 1108]
  • Blick in die Neue Synagoge

Mit freundlicher Unterstützung von:

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Oberfrankenstiftung
Bayerische Sparkassenstiftung
Stiftung der Sparkasse Bamberg
Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Medienpartner Fränkischer Tag, Mediengruppe Oberfranken