Service

Über 25.000 Besucher in dreieinhalb Monaten beweisen:

Großer Andrang auf dem violetten Teppich herrschte an den Wochenenden und vor allem zum Ende der Ausstellung.

Bamberg hat Potential für hochkarätige Kunstausstellungen – Die Forderungen für ein geeignetes Kunsthaus verstärken sich...

Vergangene Woche hat die Ausstellung „12 Kunsträume – von Picasso zu Beuys“ in der Stadtgalerie Bamberg - Villa Dessauer geendet. Der Veranstalter, der Förderverein Landesgartenschau Bamberg, und sein Kooperationspartner, die Museen der Stadt Bamberg, meldeten an die 25.500 Besucher, die zu der großen populären Kunstschau sowohl aus der Region, aber auch bundesweit anreisten.

„Bemerkenswert, wie viele Schulklassen aller Schulformen und auch schon Kindergärten aus Bamberg und der Metropolregion, von Nürnberg bis Coburg, die Gelegenheit genutzt haben“, so die Museumssprecherin Silke Heimerl. "Laut Statistik kamen knapp 40 % der Besucher aus ganz Bayern, 10 % reisten aus dem übrigen Bundesgebiet an und über ein Drittel kamen aus der Stadt Bamberg selbst, was bereits eine kleine Sensation ist."

Für den Förderverein ist dies ein großer Erfolg. Er sieht sein Ziel erfüllt: so galt es, Bamberg auch als Kunststadt bekannter zu machen, die Besucherzahl der Langzeitbesucher im Landesgartenschaujahr zu erhöhen sowie der heimischen Bevölkerung im Jahr der Landesgartenschau etwas Besonderes zu bieten, was sonst nur in Großstädten zu besichtigen ist. „Das ist ein großer Erfolg, entstanden durch die ehrenamtliche Tätigkeit eines aus der Bürgerschaft gebildeten Fördervereins. Immerhin haben wir die Finanzierung der Kosten dieser Ausstellung mit 140.000 Euro sichern müssen“, so der Vereinsvorsitzende Dr. Detlev Hohmuth. „Die Ausstellung kann sich gut mit der erfolgreichen Dalí-Kunstausstellung 2003 mit ca. 40.000 Besuchern messen, zumal unsere Ausstellung nur in der Hälfte der Zeit durchgeführt wurde. Das beweist uns auch, dass Bamberg das Besucherpotential für moderne und zeitgenössische Kunst hat, zumindest bei hochkarätigen Ausstellungen.“ Jetzt plädiert der Förderverein für den Bau bzw. Umbau eines geeigneten Ausstellungsgebäudes für moderne und zeitgenössische Kunst bei der Stadt Bamberg, um an dem Erfolg anknüpfen zu können und das Erreichte nicht im Sande verlaufen zu lassen.

„Die Privatvilla des Hopfenhändlers Dessauer aus dem Jahre 1884, die aktuell als Stadtgalerie fungiert, ist zwar ein nicht einfach zu bespielendes Haus. Eine Verbesserung der Situation – z. B. durch einen behindertengerechten Zugang, aber auch weitere technische sowie die Bausubstanz pflegende Maßnahmen wären da sehr willkommen“, gesteht die Hausherrin und Leiterin der Museen der Stadt Bamberg, Dr. Regina Hanemann. „Dass dieses Haus – gerade als Galerie – jedoch einen enormen Charme besitzt, haben uns zahlreiche Besucher just in dieser Ausstellung erneut bestätigt. An dieser Stelle gilt es auch, noch einmal dem Leihgeber und Sammler R. H. Mayer besonders zu danken, der seine Objekte nicht nur für diese Unternehmung zur Verfügung gestellt hat, sondern auch selbst durch die Hängung der Bilder zu dieser ganz persönlichen Atmosphäre beigetragen hat.“

Die Ausstellung „12 Kunsträume – von Picasso zu Beuys“ präsentierte in zwölf Räumen über 200 Werke weltbekannter Künstler wie Picasso, Miró, Dalí, Vasarely, Chagall, Warhol, Lichtenstein, Hundertwasser, Christo und Beuys und erlaubte somit einen Spaziergang durch das 20. Jahrhundert der Kunst. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der auch weiterhin im Museum erhältlich ist.

Pressemeldung als PDF

Fotos zum Ende der Ausstellung: Foto1, Foto2