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Individuelle Taufkerze für Joseph Maximilian

Helene und Dr. Joseph Mahfoud, Daniela und Dr. Suleiman Mahfoud mit schlafendem Sohn Joseph Maximilian, Margret und Dr. Friedrich Stewen. Foto: Privat

17. August 2010

  Im Rahmen der Josef-Ausstellung, die noch bis 7. November 2010 im Historischen Museum Bamberg zu sehen ist, unterstützt die Joseph-Stiftung, das kirchliche Wohnungsunternehmen im Erzbistum Bamberg, eine schöne Aktion.

Jeder neue Täufling aus den drei fränkischen Regierungsbezirken mit dem Rufnamen Josef, Josefine oder einer Namensvariante erhält eine Taufkerze aus der Wachswerkstätte der Benediktinerinnenabtei Maria Frieden in Kirchschletten. So haben die Eltern des kleinen Joseph Maximilian auch nicht lange gezögert und ihrem Sprössling in Verbindung mit dem schönen alten Namen Joseph jüngst zur Taufe in St. Martin eine ganz individuell gearbeitete Taufkerze ausgesucht.

Ansichtsexemplare von unterschiedlich gestalteten Taufkerzen stehen an der Kasse des Historischen Museums bereit. Dort erhält man auch Formulare, um die Kerzen mit einer individuellen Beschriftung versehen zu lassen. Außerdem erhält jeder Ausstellungsbesucher, der nachweislich den Namen Josef │ Josefine etc. trägt, als kleines Geschenk eine mit dem Hl. Josef verzierte Kerze, die ebenfalls aus jener Werkstätte stammt.

Die Ausstellung Josef │ Säbbä │ Fini lenkt rund um den Namen „Josef“ den Blick auf Tradition, Bräuche, frömmigkeitsgeschichtliche Aspekte und deren Folgen in der Kunst. Es werden Geschichten zur Verbreitung des Namens „Josef“ präsentiert, zur Epoche des „Josephinismus“, über den „Heiligen Josef“ als Patron der Zimmerleute und Sie erfahren, wie es zur Entstehung der „Königlich-Bayerischen Josefs-Partei“ kam.

In den ländlichen Regionen Bayerns tragen noch viele Männer den Namen „Josef“ und hören auf Rufnamen wie „Sepp“, „Sepper“ und „Säbbä“. Frauen mit dem Namen „Josefine“ werden „Fini“ gerufen. In Franken zählte der Name lange Zeit zu den populärsten. Seit Ende des 17. Jahrhunderts ist „Joseph“ in den Taufbüchern immer häufiger zu finden. Auch auf jüdischen Friedhöfen bezeugen heute noch Grabsteine, dass der Name „Joseph“ im fränkischen Judentum verankert war.

Öffentliche Führungen werden an jedem dritten Sonntag im Monat um 15 Uhr angeboten.
Mehr Infos zu Führungen unter 0951.871142 oder www.museum.bamberg.de.