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Die Villa Dessauer als „Amerikahaus“ – Neubeginn nach 1945

Die Villa Dessauer als Amerikahaus

11. Januar 2014, 16 Uhr

Von Raum zu Raum ist eine Reihe halbstündiger Führungen zu Einzelobjekten im Rahmen der Ausstellung "Jüdisches in Bamberg", am Samstag, den 11. Januar zum Thema: Die Villa Dessauer als „Amerikahaus“ – Neubeginn nach 1945

Diesmal gestaltet sich das Thema um die Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Unsicherheit und Umbruch, aber auch Aufbruchsstimmung prägt das Klima. Viele Menschen sammeln sich in Bamberg, viele sind auf der Durchreise etwa nach Israel, andere bleiben in der Stadt. Es sind Überlebende der Lager, Flüchtlinge, deren Haus und Heimat zerstört sind und Fremde - wie die Amerikaner. Kennenlernen und Annäherung sollen durch Einrichtungen wie die Amerikahäuser ermöglicht werden. So können neue Normalitäten, neuer Alltag wachsen...
 
 
Die Villa Dessauer - die heutige Stadtgalerie Bamberg - hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Erbaut von der jüdischen Hopfenhändlerfamilie Dessauer in den 1880er Jahren, wurde sie während des Nationalsozialismus enteignet und als "Judenhaus" sogar als Sammelstelle für die Deportationen jüdischer Bamberger benutzt. Nach dem Kriegsende nutzen die amerikanische Besatzungsverwaltung das Haus für einen neuen Zweck: Die Villa Dessauer wurde zu einem "Amerikahaus" und diente der demokratischen Bildung der deutschen Nachkriegsbevölkerung. Folgen Sie mit uns den Spuren der spannenden Geschichte des Hauses! 

Beginn 16 Uhr. Ohne Anmeldung, keine Gruppen. 

Mehr zur Ausstellung Jüdisches in Bamberg finden Sie [hier]!