Historisches Museum Bamberg


Pressemappe CAMINOBSCURA und Jacobs Brüder │ Vom Pilgern

Günther Derleth │ Sven Nieder Spanische Pilgerwege in Fotografien der Camera obscura  

Die beiden Fotografen Günter Derleth und Sven Nieder haben, ohne voneinander zu wissen, im Jahre 2003 den Camino Frances und den Camino Mozárabe mit der Camera obscura erkundet. Der archaische Apparat gewährte ihnen die Freiheit, auf visueller Ebene eine Entsprechung zur eigenen Seh- und Geherfahrung zu finden. Ihre Bilderkundungen zeugen eindrucksvoll von ebenso tiefem Ernst wie tiefer Gelassenheit. Die Erfahrungen der beiden sind untrennbar mit dem Gehen verbunden. Denn Wege verändern das Sehen.

Günter Derleth: Ruta de la Plata („Camino Mozárabe“)
Wie eine Hauptschlagader durchzieht die Ruta de la Plata seit Jahrtausenden das iberische Binnenland. Von Sevilla führt der weitgehend vergessene Silberweg über eine Strecke von 800 Kilometern durch die archaisch anmutenden Landschaften der Extremadura und der kastilischen Gebirge bis nach Gijon, dem asturischen Küstenort am Atlantik. Von den Römern angelegt, säumt die Ruta de la Plata die legendären Ruinen von Itálica, Andalusien und Salamanca. Mit meisterlichem Gespür hat Günter Derleth den Charakter des uralten Kulturweges in großen stillen Bildern der Camera obscura eingefangen. Seine Aufnahmen erkunden jene melancholische Weite und Einsamkeit, die das Wesen der spanischen Landschaft bis heute prägen.

Sven Nieder: Santiago („Camino Frances“)
Die Pilgerreise des Sven Nieder ist ein entschleunigter Gang in den Frühling, in dem alles seine Gültigkeit besitzt. Fast beiläufig erkennen wir die lokalen Höhepunkte der Pilgerfahrt, etwa die Templerkirche von Eunata, die römische Brücke in Puenta la Reina, die überwältigende Kathedrale in Léon oder das berühmte Eisenkreuz, das im Laufe der Zeit von Steinen überhäuft worden ist. Wer den Weg einmal gegangen ist, dem werden auch die wunderbar kuriosen Orte wieder begegnen, die der Camino bereithält: das Domizil des selbsternannten letzten Templers Tomáso zum Beispiel, oder die esoterische Enklave Sambol inmitten der wüstenähnlichen Hochebene der Meseta. Das eigentliche Wunder des Jakobsweges jedoch sind all die unscheinbaren Momente am Wegesrand, die wir im Tempo des Gehens erst wahrnehmen können.


„Jacobs Brüder“ │ Vom Pilgern
Als „Jacobs Brüder“ pilgern die Menschen seit dem Mittelalter zum Grab des heiligen Apostels Jakobus im spanischen Santiago de Compostela. Die gefahrvolle Reise in den äußersten Westen Europas dient bis heute der religiösen Besinnung und spirituellen Erfahrung. Neben der Frömmigkeit kann aber auch Neugier und Reiselust ein Antrieb zum Pilgern sein. Kunstwerke, Pilgerandenken und sozialgeschichtliche Zeugnisse aus Museumsbestand werden ergänzend zu den Fotografien von Günter Derleth und Sven Nieder gezeigt.

Günter Derleth
*1941 in Nürnberg
lebt und arbeitet in Fürth
Mitglied im Bund Freischaffender Foto-Designer (BFF)
und in der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh)
Zahlreiche Camera obscura-Ausstellungen im In- und Ausland
Aktueller Bildband: Ruta de la Plata (Schaden Verlag, Köln)
www.gdco.eu

Sven Nieder
*1976 in Gerolstein
lebt und arbeitet in Bielefeld
Mitglied im Bund Freischaffender Foto-Designer (BFF)
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen
Aktueller Bildband: Santiago (Schaden Verlag, Köln)
www.sven-nieder.de

 


Flyer
zur Ausstellung

Pressemappe zum Download

Inhalt:

  • Pressemitteilung als Word und PDF-File
  • Bilder in 300 DPI-Auflösung
  • Ein PDF des Ausstellungsflyers