Ausstellungen

Der gute Stern oder Wie Herzog Max in Bamberg die Zither entdeckte

Konzertzither in Salzburger Form, [Datierung??] Museen der Stadt Bamberg, Foto: Museen der Stadt Bamberg

25. November 2018 bis 3. Februar 2019

Die Erfolgsgeschichte vom einstigen „Bauern- und Lumpeninstrument“ zum bayerischen Nationalinstrument verdankt die Zither dem gebürtigen Bamberger Herzog Max in Bayern, genannt Zithermaxl. Seine Leidenschaft für das Saiteninstrument erwachte 1837 in Bamberg bei einem Konzert von Johann Petzmayer, dem bekannten Zithervirtuosen aus Wien. Er holt ihn als Hofmusiker nach München und macht ihn zu seinem Lehrmeister.

Auch seine Tochter Sisi, spätere Kaiserin von Österreich, erlernte bei Petzmayer das Zitherspiel. Entscheidende Wegmarken für die Volksmusik im 19. Jahrhundert finden sich also in Bamberg. Deshalb richten die Museen der Stadt Bamberg in Kooperation mit dem Zither- und Volksmusik-Landesverband Bayern e.V. (ZVLB) eine Sonderausstellung aus.

Neben der Person des Herzog Max wird die Entwicklung des Instruments von den Anfängen mit Scheitholz und Raffele über die Streichzither bis zur Konzertzither gezeigt werden sowie verschiedene musikalische Ausrichtungen zwischen Tradition und Avantgarde. Mit dem in Bamberg begrabenen Zitherspieler und -komponisten Georg Freundorfer wird auch die Beliebtheit des Instruments im Nationalsozialismus thematisiert. Im Januar 2019 ist als Teil des Rahmenprogramms ein Zitherfestival geplant.

 

MUSEEN DER STADT BAMBERG
Historisches Museum Bamberg

Alte Hofhaltung,  Domplatz 7,  96049 Bamberg
Tel. +49 (0)951.51 90 746 (Kasse),  +49 (0)951.87 1142 (Verwaltung)
www.museum.bamberg.de  museum@stadt.bamberg.de